Pfingsten - Einheit in der Verschiedenheit
In der Bibel gibt es für die Christenheit das Bild vom Leib mit den vielen Gliedern. Es wird gesagt, dass alle Glieder gleich wichtig sind, damit der Leib wirklich gut funktionieren kann. Wir sollen uns also nicht für wichtiger halten als unser Gegenüber. Und da fangen die Probleme an, denn das ist gar nicht so einfach! Zu sehr haben wir uns daran gewöhnt, Selbstbewusstsein aus Konkurrenz zu gewinnen. Zu sehr haben wir uns daran gewöhnt, zu haben, indem wir anderen etwas streitig machen. Zu sehr haben wir uns an das Lob für die Besseren gewöhnt und an den Sinn von messbarem Erfolg.
Der Geist, der solche Gedanken trägt, ist ein ängstlicher, eifersüchtiger Geist, mit wenig Vertrauen, mit schwacher Hoffnung; er steht sich auf dem Weg zum Himmel am meisten selbst im Weg.
Dem gegenüber steht der eine Geist von Pfingsten. Der Geist, der die Verschiedensprachigen dennoch verstehen lässt, der die Einzelteile zu einem Ganzen zusammenbindet, der von A - Z von Gott durchflossen ist. Der Geist, der den Himmel zum Ziel hat und den Weg dahin als Geschenk sieht. Dieser Geist hat den großen Vorteil, dass er einen Blick für das Ganze hat, für den Wert des Einzelnen, für den Respekt vor jeder Farbe und jedem Ton des Lebens.
Der Geist von Pfingsten lebt aus dem Geschenk von Glaube, Hoffnung, Liebe. Er wird ans Ziel kommen, weil er von Gott kommt und zu Gott führt. Und er wird uns auf dem Weg an dieses Ziel verändern: Zum Guten, zum Lebendigen; zu einem Wesen, das sich einsortiert in das große Ganze des Lebens. Und das so auf einmal einen Platz hat, der geht, wo es klappt, wo ich Mensch sein kann. Genau darin liegt die Tiefe der Berührung durch Gott: Dass wir zwar auf der Erde weiterleben, aber auf einmal ein Stück vom Himmel im Herzen aufleuchten spüren.
Und das letztlich ist Gottes Sinn mit uns: Uns das Leben als Menschen über Höhen und Tiefen zu ermöglichen! Wir können mitten in den Katastrophen des Lebens Boden unter den Füßen haben. Wir können mitten in schwerem Alltag eine heitere Ecke im Herzen behalten und damit ein Stück Hoffnung. Dafür möchte er uns begeistern, dafür ist Pfingsten das Fest.
Lasst uns das bedenken und vielleicht sogar ins eigene Leben nehmen. Das Verwirrende, das Schwierige, das Schwere kommt aus dem Leben.
Gott und der Glaube an ihn sind dafür gut, den eigenen Weg da hindurch so unbeschadet an der Seele und so behütet wie möglich zu gehen.
Für uns selbst, für die Menschen, die uns anvertraut sind und zusammen mit anderen.
Sommerferienregelung
In den Urlaubszeiten wird es für die Pastorinnen und Pastoren immer schwieriger, eine Urlaubsvertretung für die Sonntagsgottesdienste zu organisieren. Bei Amtshandlungen vertreten wir uns in der Region Nieharde gegenseitig, was durch gute Absprachen auch hervorragend funktioniert. Doch sonntags ist jeder Pastor ja auf der eigenen Kanzel. Dies wurde bisher vor allem durch Pastorinnen und Pastoren im Ruhestand sowie Prädikantinnen und Prädikanten aufgefangen. Allerdings bedeutet dies immer eine teilweise sehr mühsame Suche. Manche Pastoren im Ruhestand stehen so auch jetzt noch jeden 2. Sonntag vor einer Gemeinde beim Gottesdienst. Und da verwundert es nicht, dass es manchmal schwer ist, diese zu noch einem Gottesdienst zu bewegen. Schließlich sind sie ja im RUHEstand!
Aus diesem Grund haben der Runde Tisch der Nieharde und alle Kirchenvorstände beschlossen, in diesen Sommerferien die Gottesdienstzeiten so zu verschieben, dass ein Pastor jeweils zwei Gottesdienste hintereinander in zwei Gemeinden feiern kann. Für unsere Gemeinde bedeutet dies, dass wir in den Sommerferien statt um 10 Uhr, erst um 10.30 Uhr hier in unserer St. Martinskirche mit dem Gottesdienst beginnen werden. Dadurch wird für die Pastoren die Regelung der Vertretungen stark vereinfacht. Wir bitten Sie also, einfach mal zu probieren, wie dies funktionieren kann!
Neues von den Christlichen Pfadfindern
Nach meiner Babypause sind unsere Christlichen Pfadfinder vor Weihnachten wieder mit den Gruppenstunden gestartet. Zunächst haben sie uns das Friedenslicht am 4. Advent und an Heiligabend in die Gottesdienste gebracht.
Nach Weihnachten war zuerst einmal viel Spielen im Schnee und anschließendes Aufwärmen mit Tee angesagt. Nachdem das Wetter
wieder schöner wurde, konnte endlich auch wieder richtig in die Natur gegangen werden. So haben die Pfadfinder ein Geländespiel im Wald veranstaltet und versucht, einen kleinen Staudamm zu bauen.
Anfang Mai ging es dann zum ersten Mal in diesem Jahr an den Strand. Bei strahlend blauem Himmel wurde sich schnellstens der Klamotten entledigt - und hinein ging’s ins kühle Nass. Der Nachmittag verging wie im Flug und es machte so viel Spaß, dass verabredet wurde, in der nächsten Woche wieder zum Baden zu gehen.
Für die nächste Zeit sind neben Erkundungstouren in den Wald noch ein Besuch bei Peter Hiss im Museum und sogar ein Ausflug in den Kletterpark in Eckernförde geplant. Und bestimmt geht es auch in diesem Jahr wieder ins Maislabyrinth nach Gut Oestergaard.
Unsere Pfadfindergruppe hat mittlerweile einen festen Kern von ca. 12 Wölflingen. Neue Kinder im Alter von 8-12 Jahren sind aber jederzeit willkommen. Bitte wendet Euch dazu an mich unter Tel. 357.
Herzlich Gut Pfad,
Melanie Scholz
Ein Tagesausflug an die Westküste
Am 17.05. fand unser diesjähriger Tagesausflug statt. Mit dem Bus sollte es durch die Köge und dann nach Leck und Tondern gehen. Mit Bedacht war der Termin Mitte Mai gewählt worden, hatten wir doch auf tolles Maiwetter gehofft. Doch das war bei Abfahrt nicht zu entdecken. Im Nieselregen ging es um 8.30 Uhr in Steinbergkirche los. Im Bus, bis auf den letzten Platz besetzt, Jacken, Schirme und Taschen verstaut, saßen wir Mitfahrenden erwartungsvoll auf unseren Plätzen. Die Fahrt ging über Flensburg und Husum nach Bredstedt, wo unser Reiseführer Rudi zustieg. Er dirigierte unseren Busfahrer durch die einzelnen Köge, zu denen er sehr Interessantes zu berichten hatte. Die doch zum Teil ruhige und unspektakuläre Landschaft konnte jetzt mit ganz anderen Augen gesehen werden. Wie sieht es mit der diesjährigen Ernte aus? Wie hoch sind die Windmühlen? Soll der Strom durch Überland- oder Erdkabel transportiert werden? Was hat es bloß auf sich mit den grünen Dächern der Bauernhöfe im Sönke-Nissen- Koog und was sind das für eigentümliche Namen der Höfe? Rudi konnte alles erklären, war er doch in dieser Region geboren und aufgewachsen und hatte die Veränderungen vor und nach den Eindeichungen hautnah miterlebt. „Hier lief noch ein großer Priel, in dem wir Kinder früher gebadet haben“, und zeigte auf ein gelbes Rapsfeld. An der Badestelle Lüttmoorsiel war ein erster Ausstieg möglich. Einige nutzen den Stopp für einen Spaziergang im kräftigen Wind auf dem Deich mit Blick auf die Halligen Nordstrandischmoor, Habel, Gröde, Langeness, Oland und der Hamburger Hallig. Auch Pellworm war gut zu sehen. Andere genossen einfach, wie auch die Deichschafe an diesem Tag, die gute Luft an einer schuligen Ecke am Deichfuß. Weiter ging die Fahrt über Schlüttsiel, Dagebüll, Niebüll nach Leck, wo wir ein wirklich leckeres Mittagessen bekamen. Zeit für ein Mittagstief blieb nicht, ging es doch nun weiter über Süderlügum (ein Ort mit 2500 Einwohnern und 11 Supermärkten, die besonders auf die Bedürfnisse der dänischen Kunden ausgerichtet sind) vorbei am Ruttebüller See und dem Grenzübergang Aventoft, zu dem uns Rudi noch manch nette Geschichte erzählen konnte, nach Mögeltondern.
Hier haben wir die Kirche besichtigt, die die älteste Orgel Dänemarks aus dem 16.Jahrhundert beherbergt und auch die Hauskirche von Prinz Joachim und seiner Frau Marie ist. Hier ist auch Königin Margarethe oftmals zu Gast und sitzt dann auf einer der ersten beiden Bänke im Kirchenschiff, ganz nah an der Gemeinde. Das kann ich mir z.B. bei der englischen Queen kaum vorstellen. Vor dem Altar ist auch unser Gemeinschaftsfoto entstanden. Die Kirche wirkt trotz ihrer Größe ganz heimelig und ist wunderbar instand gehalten. Hier ist auch zu bemerken, dass in Dänemark eine Staatskirche hat, eben ganz anders strukturiert ist als wir. Das Schloss Schackenburg kann nicht besichtigt werden, wohnt doch die königliche Familie da. Aber einen Blick darauf konnten wir erhaschen. Mögeltondern hat mit gut gefallen, eine ursprünglich gehaltene kleinere Ortschaft mit viel Charme, die sich uns bei inzwischen gutem Wetter präsentierte. Zum dänisch gehaltenen Kaffeetrinken ging es in den Gamle Kro nach Bredebro. Hier gab es Kaffee satt, echten Lagekage (Torte aus Rührteig, gefüllt mit Marmelade und Vanillepudding, mit einem Schokoladenüberzug und Schlagsahne, schmeckte toll, aber machte mächtig satt!), Boller mit Butter und Kekse. Nach dieser Stärkung ging es dann kurzweilig mit ein paar gemeinsam gesungenen Liedern mit dem Bus nach Tondern. Hier haben wir noch einmal die Stadt unsicher gemacht und ein paar Kronen bekamen aus dem Geldbeutel Ausgang, z. B. beim kleinen Einkauf in der Alten Apotheke. Dann ging es Richtung Steinbergkirche. Mit einem herzlichen Dank wurde Rudi verabschiedet und um 19.00 Uhr waren wir wieder zurück. Ein erlebnisreicher Tag mit vielen Eindrücken lag hinter uns. Und ein Tag, an dem viel miteinander geschnackt, gelacht und gesungen wurde. Dafür noch ein herzliches Dankeschön! Aber so mancher hat sich sicher nun auf sein Sofa zu Hause gefreut. Ich auch!
Birgit Hinsche
Der Kirchenchor - Rückblick und Einladung
Seit einem Jahr ist Gudrun Horn nun Chorleiterin unseres Kirchenchores. Nach einigen intensiven Proben traten wir bereits am 6. Juni 2010 mit 3 Chorälen beim Visitations- Gottesdienst mit Propst Gerber auf. Die fröhliche Art, mit der Frau Horn die Lieder und Choräle mit uns einübt, macht allen viel Freude. Bevor wir aber mit dem neu zu erlernenden Stück beginnen, werden zunächst unsere Stimmbänder trainiert. Auch haben wir gelernt, beim Singen richtig zu sitzen und unser Zwerchfell zu gebrauchen.
Fleißig wurde geprobt für die Gottesdienste zu Erntedank, Totensonntag und dem 4. Advent. Statt eines Ausflugs fuhr der Chor zum Essen nach Munkbrarup und anschließend zu einer lustigen Vorstellung der Niederdeutschen Bühne in Flensburg.
Bei der Geburtstagsfeier unseres langjährigen Chormitglieds Lisa Gruber überraschte der Chor die Jubilarin und ihre Gäste mit einigen Liedern.
Mit einer kleinen Weihnachtsfeier im Pastor- Sohrt- Haus wurde das Chorjahr beendet.
Während des Winters mussten einige Proben wegen Eisregen und Schneefall ausfallen. Bei dem feierlichen Gottesdienst zur Einführung von Pastor Scholz wirkten der Gospelchor, die Pastoren der Nachbargemeinden, Pröpstin Carmen Rahlf aus Flensburg sowie der Kirchenchor mit.
In allen Stimmen, dem Sopran, Alt, Tenor und Bass hat der Chor neue Mitglieder bekommen. Das ist ganz toll! Im Pastor- Sohrt- Haus finden jeden Dienstag um 20 Uhr die Chorproben statt. Wenn Sie, liebe Leserin und lieber Leser, Lust am Singen haben, sind Sie herzlich willkommen.
Für den Kirchenchor
Ingrid Drews
Birgit Boger - 15 Jahre im Dienst der Diakonie Sozialstation
Am 01. Februar 1996 fand sich Birgit Boger zum ersten Mal in der damaligen Diakonie Sozialstation Gelting ein. Mit großem Elan machte sie sich an die Arbeit, ihr bereitete es von Anfang an Freude, Menschen behilflich zu sein. Freundlich und auf die Bedürfnisse der ihr anvertrauten Patienten eingehend verrichtet sie neben der Grundpflege auch medizinische Verrichtungen. Auch die Büroarbeiten schreckten sie nicht, da sie als gelernte Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin mit Schreibarbeiten klar kommen konnte. So fand sich Birgit Boger nicht nur in der Pflege eingesetzt sondern auch zur Unterstützung von Frau Beyer im Büro. An dieser Stelle sei mal ein „großes Danke-Schön“ für die langjährige gute Zusammenarbeit ausgesprochen!! Aber Birgit Boger ist sehr vielseitig, so interessiert sie auch die Arbeit mit an Demenz erkrankten Patienten.
So bringt sie sich auch an den „betreuten Seniorennachmittagen“ tatkräftig mit ein, sehr zur Freude von Eva Eder und Gundi Festesen, die diese spezielle Arbeit organisieren und leiten.
Diese Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten veranlasste Herrn Jacobsen (Vorsitzender) dazu, Frau Boger mit einem bunten Frühlingsstrauß zu überraschen und für die geleistete Einsatzbereitschaft herzlich zu danken.
Wir haben uns alle diesen Glückwünschen gerne angeschlossen und mit einem Gläschen Sekt darauf angestoßen.
Vielen Dank Birgit - bleib wie du bist - Liebe Grüße von all´ Deinen Kolleginnen!
Am Schnee freuen sich alle Kinder gleichermaßen
Der evangelische Kindergarten Steinbergkirche geht nun schon seit einem halben Jahr jeden Montag- und Dienstagmorgen mit der Vorschulgruppe - „den MAXIS“ - in den Wald. Skihosen, Daunenjacken, Mützen und Handschuhe … gut eingepackt entsteigt die Kinderschar am Waldrand.
Leider lockt aber nur zu selten so frischer Schnee wie in diesen tollen Wintermonaten. Die Kinder können es kaum erwarten, ihren Stammplatz im Wald aufzusuchen. Und als sie die vielen Eiszapfen entdecken, ist die Freude perfekt: Die Maxis lutschen an den abgebrochenen Eisstücken wie an Zuckerstangen und robben auf allen Vieren durch den Schnee.
Der Winterwald beruhigt und fördert sichtlich die Phantasie und Kreativität der Kinder. Sie genießen die stressfreie Atmosphäre, haben Platz zum Kindsein, Toben im Schnee, Spielen, aber sie können auch die Winterstille erfahren. Dadurch entwickeln die Kinder innere Stabilität und Konzentrationsfähigkeit, die für die spätere Schullaufbahn sehr wichtig sind. Der Grundgedanke ist, immer wieder Zeiträume zu schaffen, in denen der Kindergartenaltlag in die freie Natur ausgelagert wird.
Der direkte Kontakt zur Natur ermöglicht es den Kindern, Mut zu entwickeln. Es entstehen Werthaltungen sich selbst, anderen und der Natur gegenüber. Vertrautheit in Bezug auf Pflanzen, Tiere und Natur wird gefördert. Die Kinder haben viel Zeit, um Erfahrungen zu machen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen, aber auch, um ihre persönlichen Grenzen zu erleben.
Sie können verschiedene Naturmaterialien (z. B. Blätter, Blütenformen, Rinden, Früchte, Holz usw.) im Detail kennen lernen und verwenden und sie begreifen die Abhängigkeiten und Zusammenhänge (z.B.: welches Tier braucht Wasser, wo leben die verschiedenen Tiere, welches Tier macht Winterschlaf…).
Die ständig wechselnde Umgebung, - Temperatur, Licht, Untergrund, Wind, Geräusche und Gerüche aktiviert die Sinne. Durch vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten bei Wind und Wetter können die Kinder den wachsamen und fürsorglichen Umgang mit sich selbst, der Gruppe, sowie ihrer Umwelt erkunden. Dazu werden sie auf grundlegende, sich permanent wandelnde Lebensprozesse aufmerksam: Sie erleben und spüren den Rhythmus des Tages und der Jahreszeiten.
Die Erzieherinnen inspirieren und fördern die Kinder beim Spielen. Die Kinder beschäftigen sich mit Dingen, die sie interessant finden und die sie lernen wollen. Es ist wichtig, dass die Kinder sich selbst aktivieren und selbst die Initiativer ergreifen, denn so wird ihre Selbständigkeit gefördert. Neben vielen Freiräumen geben Rituale wie zum Beispiel der Morgenkreis, Frühstück und gemeinsame Spiele und Unternehmungen den Waldtagen Sinn und Struktur.
Sina Schnau
Grabpflege
Ich bin meinen Eltern dankbar…
…schon zu Lebzeiten hatten sie sich gemeinsam einen Platz auf dem Friedhof ausgesucht. So entfiel beim Tod meines Vaters diese schwierige Entscheidung. Zunächst pflegte meine Mutter die Grabstätte. Doch sie empfahl uns Kindern, die Pflege nach ihrem Ableben in professionelle Hände zu geben, hatte sie doch selbst erfahren, wie leicht es wegen einer Grabpfleg zu Streitigkeiten unter den Hinterbliebenen kommen kann.
Wir schlossen also nach dem Tod meiner Mutter mit dem Friedhofsbetreiber einen Grabpflegevertrag ab und zahlten einmalig einen größeren Betrag aus ihrem Nachlass. So war und ist die pflege für die gesamte Laufzeit des Grabes sicher gestellt. Wir Geschwister müssen uns nicht sorgen, immer ist die Anlage in Ordnung. Sie wird jahreszeitlich angemessen bepflanzt bzw. mit einem Gesteck versehen. Wenn ich nun das Grab meiner Eltern besuche, freue ich mich darüber. Gelegentlich lege ich ein paar Blumen aufs Grab und harke rundherum, so wie meine Mutter es gerne gesehen hätte.
Auch auf unserem Friedhof hier in Steinbergkirche bietet die Kirchengemeinde an, die Grabpflege oder Dauergrabpflege (sogenannte Legate) zu übernehmen. So ein Grabpflegevertrag ist besonders dann sinnvoll, wenn die Angehörigen selbst nicht mehr in der Lage sind, die Arbeiten auszuführen oder wenn sie nicht mehr in der Nähe wohnen.
So kostet beispielsweise die Pflege eines Einzelgrabes inklusive Bepflanzung mit Stiefmütterchen im Frühling und Eisbegonien im Sommer sowie einem Gesteck zum Winter 109,05 € pro Jahr. Dieser Betrag wird dann mit der Gesamtlaufzeit malgenommen und in einer Summe bezahlt. Das Geld wird auf einem Konto angelegt, mindestens zu einem Zinssatz wie er für Sparbücher üblich ist.
Weitere Dienstleistungen, wie z. B. Hecke schneiden (Berechnung nach Aufwand) oder die Erstanlage (200 €) können in den Grabpflegeverträgen individuell vereinbart werden. Das Beheben von Einsenkschäden (250 €) und schließlich das Entfernen des Grabmals nach Ablauf der Ruhefrist (150 €) sind Teil der Standardverträge.
Sollten Sie feststellen, dass Sie die Pflege eines Grabes nicht mehr allein schaffen können, dann ist es auch möglich, einen Vertrag für die jeweils noch verbleibende restliche Laufzeit abzuschließen. Unser Friedhofswärter Werner Schweder informiert und berät Sie gern. Mit ihm können Sie auch individuelle Wünsche besprechen, er übernimmt dann die fachgerechte Erledigung der Arbeiten.
Jetzt im Sommer ist die Grabpflege sehr aufwändig, da die Pflanzen bei Bedarf täglich gegossen werden müssen. Dies ist besonders in der Urlaubszeit schwierig. Doch auch hier weiß Herr Schweder Rat: Sie können mit ihm die Grabpflege für einen kurzen Zeitraum vereinbaren, beispielsweise wenn Sie einmal krank sind.
Für ein Gespräch steht Herr Schweder gern zur Verfügung. Sie treffen ihn fast täglich auf dem Friedhof an oder erreichen ihn telefonisch unter 04632-7913 oder 01529-3869462.
Anne Terasa
Pastor Scholz geht in Elternzeit
Liebe Gemeindeglieder,
wie Sie bestimmt alle mitbekommen haben, durften meine Frau und ich uns im letzten Jahr über die Geburt unseres Sohnes Hannes freuen. Die ersten 12 Monate ist meine Frau in Elternzeit gegangen und hat ihr Studium ruhen lassen. Ab dem 18. September werde nun ich für 2 Monate Elternzeit nehmen. Während dieser Zeit bin ich nicht im Dienst.
Für diese Zeit wird es natürlich eine Vertretung für alle Bereiche der pastoralen Arbeit geben. Wer dies genau sein wird, steht jetzt noch nicht fest. Wir werden es aber rechtzeitig bekannt geben. Ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit habe, mich in diesen 2 Monaten ganz und gar unserem Sohn zu widmen und so ungetrübt durch Arbeit Anteil an seiner Entwicklung haben kann.
Rechtzeitig zum Ewigkeitssonntag und zur Adventszeit werde ich dann wieder in vollem Umfang meinen Dienst fortführen.
Herzliche Grüße, Pastor Sascha Scholz
Staffelübergabe
Um die tägliche Versorgung „rund um die Uhr“ sicherstellen und leisten zu können sind viele Mitarbeiter/-innen gleichzeitig im Einsatz. Unermüdlich versorgen sie die ihnen anvertrauten Patienten mit einer fachlich kompetenten Pflege. Erforderliche medizinische Verrichtungen werden mit fachlicher Kompetenz umsichtig verrichtet. Und immer sind die Mitarbeiter/-innen in ihrer eigenen persönlichen Art freundlich und geduldig. Die Anforderungen im Bereich der ambulanten Pflege sind erheblich und sehr verantwortungsvoll. So ist ein guter Teamgeist sehr hilfreich. Ein gutes kollegiales, unterstützendes Miteinander im Team hilft über schwierige Situationen hinweg. Unser geschäftsführender Vorstand trägt wesentlich zu diesem angenehmen Betriebsklima bei und weiß die geringe Fluktuationsrate zu schätzen. Von derzeit 50 Beschäftigten sind 35 (70 %) der Mitarbeiter/-innen länger als fünf Jahre im Betrieb, davon 21 Mitarbeiterinnen länger als 10 Jahre und sage und schreibe sogar 3 Mitarbeiterinnen länger als 20 Jahre, so wird eine von diesen, nämlich Renate Schweder in drei Jahren ihr 30 jähriges Jubiläum feiern können.
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem geschäftsführenden Vorstand lässt auch persönliche Veränderungen zu. So möchte Birgit Schreiber (seit September 2000 in unserer Einrichtung) ihre Leitungsaufgaben in die Hände von Timm Paulsen abgeben.
Deshalb findet derzeit im Einzugsbereich Sörup und Umgebung eine „Staffelübergabe“ statt. Timm Paulsen wird überall eingearbeitet und vorgestellt. Die Söruper Mitarbeiterinnen freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Timm, und Birgit Schreiber gibt die Verantwortung gerne in seine Hände ab. Sie verbleibt als examinierte Pflegefachkraft mit reduzierter wöchentlicher Arbeitszeit im Söruper Team. Dies wird möglich durch das vorbildliche Verhalten der Kolleginnen, die die Veränderungswünsche akzeptieren und Timm Paulsen als Vorgesetzten direkt ansprechen.
Die Erstbesuche bei den Patienten und deren Angehörigen, deren Beratung und die Feststellung des medizinischen und pflegerischen Bedarfs unter Berücksichtigung persönlicher Patientenwünsche im Gespräch „unter einen Hut“ zu bringen wird künftig die Aufgabe von Timm sein.
Die Klärung der Kostenübernahme durch Pflege- und Krankenkasse, die Beratung zur „Verbesserung des häuslichen Wohnumfeldes“ mit Hilfe von Zuschüssen durch die Pflegekasse gehören selbstverständlich dazu. Mit seiner ruhigen, freundlichen Art gewinnt Timm Paulsen sehr schnell das Vertrauen der Patienten. Künftig wird die verantwortungsvolle Gestaltung und organisatorische Planung der wöchentlichen Dienstbesprechungen ebenfalls zu seinen Aufgaben gehören - die Söruper Mitarbeiterinnen freuen sich bereits auf die Zusammenarbeit mit Timm.
Kirche on Tour
Unsere Halbtagesfahrt geht nach Kappeln, wo wir mit einer fachkundigen Führung die Stadt erkunden wollen. Wir treffen uns am Mittwoch den 17.08. 2011 um 14 Uhr an der St. Martins Kirche in Steinbergkirche. Da wir diese Tour mit Privatautos planen, ist eine vorherige Anmeldung unbedingt erforderlich.
Die Anmeldungen nehmen das Kirchenbüro, Tel. 357, und Jutta Tams, Tel. 7566, entgegen. Anmeldeschluss ist Freitag, der 12.08.2011.
Jutta Tams
Die Kunterbuntgruppe besucht den Bauernhof der Mürwiker Werkstätten in Rabenholz
Bettina, die in unserem Kindergarten ein Praktikum machte, hat unsere Kunterbuntgruppe eingeladen, doch mal ihre Arbeitsstelle auf dem Rabenholzener Bauerhof zu besuchen.
Und das ließen wir uns nicht zweimal sagen - also Eltern aktiviert für die Fahrgemeinschaft und dann ging es am Donnerstag, den 12. Mai 2011, um 9 Uhr vom Kindergarten aus los.
Bei schönem Sonnenschein war es natürlich ein fröhliches Eintreffen, Bettina, Peter, Frau Krüger und der (wirklich nicht kleingeratene) Hofhund Blackie warteten schon auf uns. Peter hat mit den Kindern, den Eltern und uns eine Hofführung gemacht auf der wir alle tierischen Mitbewohner kennenlernen durften. So gab es den Schweinestall, in dem die Sau mit ihren Ferkeln wohnte. Dort ging es etwa wie in einem Kindergarten zu. Die kleineren Schweine waren für sich in einer Box untergebracht, und einige unserer Kinder ließen es sich nicht nehmen, auch in die Box zu steigen und Kontakt zu den borstigen Gesellen aufzunehmen. Auch die Kühe, Bullen und das drei Tage alte Kälbchen wurden sofort ins Herz geschlossen. Eine der üblichen Attraktionen waren die beiden Kaninchen in ihrem Stall, die allerdings so viel junges Publikum nicht gewohnt waren. Auch die Hühner in ihrem Hof zeigten sich unbeeindruckt, obwohl ihr Hahn sie durch ständiges Krähen zusammenrief. Die anschließende Frühstückspause auf dem Hofanger auf für uns vorbereiteten Bänken wurde durch ein kleines Naschie, die uns Bettina verteilte, versüßt.
Und dann durften alle noch eine Runde Trecker fahren. Jens war unermüdlich und fuhr mit jeweils zwei Kindern an Bord eine kleine Tour in die Rapsfelder. Das war ein sehr schöner, bodenständiger Vormittag. Die Kinder konnten den schönen Hof mit seiner Umgebung und den Tieren gründlich und in Ruhe genießen. Vielen Dank an alle großen und kleinen Helfer!
Doris Thomsen und Maike Jessen
Brot am Haken - aus Nächstenliebe einen ausgeben
Als erstes Armutsprojekt des Kirchenkreises ist die Aktion in zwei Bäckereien in Süderbrarup und Kappeln an den Start gegangen.
Aus reiner Nächstenliebe anderen Menschen eine Freude machen, das ist die Idee der Aktion „Brot am Haken - ich geb’ einen aus“ des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg. Detlef Flüh, Diakon des Kirchenkreises, erläutert das Prinzip: „Ein Kunde kauft ein Brot, bezahlt aber ein zweites mit. Der Betrag wird auf einen Kassenbeleg gedruckt. Diesen Beleg kann dann ein Bedürftiger als Gutschein verwenden. Oder: Ich bezahle für meine Tasse Kaffee 50 Cent mehr und der nächste kann sich freuen, dass er oder sie für seinen Kaffee 50 Cent weniger bezahlt“.
Die Aktion „Brot am Haken - ich geb’ einen aus“ ist das erste von mehreren Projekten zum Thema Armut, die der Kirchenkreis jetzt verwirklicht. Dabei sind die Bäckereien Tange in Kappeln und Michaelis in Süderbrarup die ersten im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, die sich an dieser Aktion beteiligen. In diesen Betrieben hängen ab sofort gut sichtbar im Kundenbereich Hakenleisten für Kassenbelege. Wer das Angebot annehmen möchte, kann sich dort bedienen. Wilfried Michaelis begründet das so: „Es ist besser, wenn man einen Zettel selbst abnehmen kann, als wenn man jemanden erst darum bitten muss. Ansonsten ist die Hemmschwelle einfach größer.“ Auch Margret Tange glaubt, dass dieses Angebot in der Bäckerei ankommt. „Die Idee ist klasse. Wir haben Kundinnen und Kunden, von denen wir wissen oder ahnen, dass sie nicht so gut betucht sind. Aber ich denke, dass wir vielfach auch dazu ermutigen müssen, das Angebot auch anzunehmen.“ Für Hans- Hermann Tange stand bei der Teilnahme an der Aktion die gute Sache im Vordergrund: „Denn dies halte ich wirklich für eine gute Sache. Und wenn man Gutes tut, dann wird auch darüber gesprochen.“
Detlef Flüh ist es wichtig, dass nicht nur ausgewiesen Bedürftige das Angebot nutzen können: „Viele Menschen müssen jeden Euro umdrehen - Gerade auch viele Alleinerziehende, die sich eigentlich jede Extraausgabe wie eine Tasse Kaffee beim Bäcker verkneifen. Und Ingo Gutzmann, Leiter des Regionalzentrums im Kirchenkreis gefällt das „bezaubernd Einfache“ an dieser Idee, die sich als erstes Projekt so schnell jetzt umsetzen ließ. Einig ist man sich, dass diese Aktion auch Menschen erreichen soll und kann, die den Weg zu den „Tafeln“ scheuen. Die einfache Handhabung ist auch im Sinne von Michaelis: „Manche Leute mit kleinen Gehältern haben keinen Berechtigungsschein für „Die Tafel“, nur weil sie 20 Euro über dem Limit liegen.“
Laut Detlef Flüh ist für die Aktion eine halbjährige Anlaufphase vorgesehen. Danach sollen Erfahrungen gesammelt und eventuell Änderungen vorgenommen werden. Flüh: „Unser Ziel ist, dass sich die Aktion selbst trägt. Nur in der Anlaufphase unterstützen wir es mit den Brettern für die Kassenbelege und mit Flyern.“ Bäckereien innerhalb des Kirchenkreises können sich bei Interesse an Detlef Flüh (04642/911130) wenden. Für das Projekt werden Geldspenden auf dem Konto des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg bei der Nospa angenommen. Kontonummer: 68888, BLZ: 217 500 00, Verwendungszweck: „Spende Brot am Haken - mitten im Leben.“
Tauftermine
Die nächsten Tauftermine in unserer Gemeinde sind:
17.7., 30.7. (Gut Oestergaard), 21.8. Bitte melden Sie sich sehr bald im Kirchenbüro (Tel. 357), wenn Sie sich für einen Termin entschieden haben.
Fundsachen
Auf unserem Friedhof wurde ein Silberarmreif mit sehr auffälligem Schmuckstein gefunden. Weiterhin wurde ein Silberanhänger, wahrscheinlich von einem Ohrring, gefunden. Wenn Sie ein solches Schmuckstück vermissen sollten, melden Sie sich bitte im Kirchenbüro.
Geburtstagsfeier für ältere Gemeindeglieder
Am Mittwoch, den 13. Juli 2011, findet um 15 Uhr wieder die Geburtstagsfeier für Seniorinnen und Senioren statt.
Alle „Geburtstagskinder“ im Alter ab 75 Jahren, die von April bis Juni 2011 ihren Geburtstag feiern konnten, sind dazu mit einer Begleitperson in das Pastor- Sohrt- Haus eingeladen. Melden Sie sich gerne an: Entweder telefonisch im Kirchenbüro, Tel.357, immer Montags- und Donnerstagnachmittag, oder bei einem der Mitglieder des Kirchenvorstands. Der Vorbereitungskreis trifft sich am Montag vor dem Geburtstagsfest um 14 Uhr zur Vorbereitung im Pastor- Sohrt- Haus und deckt eine festliche Tafel im Gemeindehaus. Ein abwechslungsreiches Programm wird geboten und eine Blume soll die Gäste erfreuen.